Klemens Unger
Bei schönstem Wetter empfing uns die Prachtfassade der Asamkirche. 1755 wurde sie im Geschmack des Rokkoko mit zwei Kulissenwänden und bekrönender Vollfigur (Benedikt und Bernhard von Clairvaux) gestaltet. Als Portalfigur thront darüber die Immaculata.

In den letzten Jahren war eine Außen- und Innenrestaurierung der gesamten Kirchenanlage um 17 Mio. Euro durchgeführte worden.

Ein Mitglied der Pfarrei führte uns durch die Basilika, die von den Brüdern Asam ab 1720 im strahlenden Spätbarock ausgestaltet worden war. Revolutionär war damals das große Deckengemälde, das Cosmas Damian über drei Joche gespannt und mit der Weihnachtsvision des hl. Bernhard freskiert hat. Das „Gesamtkunstwerk“ von Architektur, Fresken, Stuck und Ausstattung brillierte bei herrlichem Licht als Ruhmesblatt der Aldersbacher Kirche.
Nördlich angegliedert ist in freier Nachbildung der brandgeschädigten Casa Santa zu Loreto ein weiterer Sakralraum. Die kleine Kapelle imitiert das dortige Steinmauerwerk in Putz mit künstlich geschwärzter Wölbung; im Nebenraum ist ein Hl. Grab aufgestellt.

Im Kapellenkranz um die Apsis der Hauptkirche beeindruckte besonders das Deckenfresko von Johann Jakob Zeiler. In einer Stuck imitierenden Freskodekoration sind die Emmaus-Jünger mit Jesus dargestellt.

Mit einer kleinen Brotzeit vor dem Bräustüberl ließen wir den Ausflug ausklingen.

